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Färbung

Die Färbung des Keramiks entsteht durch die Energiezufuhr während des Brennens. Cotto ist anfangs blau und wird erst durch die Erhitzung rot. Die bekannte gelbgeflammte Keramik ist in rohem Zustand rosa. Die Elemente in der Mischung werden erst durch den Brennvorgang sichtbar. Unterschiedliche Strukturen werden durch die Verteilung von Pulver aus verschiedenen Düsen erreicht. Mittels einer Glasur werden entsprechende Farbstoffe eingebracht, die entweder überdeckend oder lasierend wirken.

Cotto oder Terrakotta ist ursprünglich in der Toskana beheimatet. Durch seine natürlich warmen Töne ist es jedoch auch in heimischen Wohnstuben sehr beliebt. Die Basis bildet ein Kalkmergel mit starken Verunreinigungen aus Quarzkrümeln. Dieses Gemisch wird auch „toskanischer Schieferton“ genannt. Der Ton wird im Tagebau gewonnen und wie ein Teig mit Wasser gemischt und geknetet. Anschließend wird er durch einen Wolf gedreht und strang- bzw. trockengepresst. Nach dem Trocknungsprozess wird die rauhe Oberfläche mit Stahlbürsten bearbeitet. Als Alternative kann die Grundmasse auch in Holzformen gedrückt und luftgetrocknet werden. Nach dem Trocknen wird Cotto dann bei einer Temperatur von 950 bis 1050 Grad Celsius für 36 bis 48 Stunden in einem Ofen gebrannt. Aus dem ursprünglich blau-grauen Ton entsteht durch Oxidation das typisch rötlich gefärbte Cotto. Reliefs und Muster können bei dieser Herstellungsmethode in den frischen Teig eingedrückt werden.

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